Spielplatz Grotzenwäldli Pistolenclub Engelberg Privat

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GESCHICHTE

  

     Die ersten Pistolenschützen in Engelberg waren meistens zugleich Gewehrschützen und Mitglieder der Schützengesellschaft Engelberg. Erst am 10. März 1937 forderten fünfzehn Pistolenschützen  die Schützengesellschaft auf, innerhalb der SG eine eigene Pistolensektion zu gründen. Auslöser für dieses Bestreben war das größer gewordene Interesse am Pistolenschiessen. Die Pistolensektion wurde alsdann gegründet und bestand in jener Form bis zum Jahre 1966. Geschossen wurde damals im Espenstand, welcher dann wegen der neuen Umfahrungsstrasse verlegt werden musste.

    Die Pistolensektion fand am Bärenbach im Grotzenwäldli einen idealen Standort und baute 1965 in Fronarbeit auf dem Land der Bürgergemeinde Engelberg den heutigen Schiessstand. Die örtliche Trennung vom 300m - Schiessplatz bedeutete gleichzeitig die Loslösung von der Schützengesellschaft Engelberg. Am 24. Juni 1966 erfolgte die Gründung des Pistolenclubs Engelberg als selbstständiger Verein. Zugleich erfolgte der Beitritt zum SRPV ( Schweizerischer Revolver- und Pistolen-Verband). 1970 erfolgte der Anbau der Schützenstube, um damit die Kameradschaft zu pflegen.

   Da bekanntlich zu einem Schützenverein auch eine Fahne oder Standarte gehört, stiftete Hans Althaus, Bäcker-Konditormeister und aktiver Pistolenschütze, dem Pistolenclub seine erste Standarte, die 1970 mit dem Patenpaar Agnes Amstutz und Fritz Matter eingeweiht wurde. Als Motiv wählte der Engelberger Benediktinerpater und Mönch Theodor Rutishauser den Ritter und Freiherrn Konrad von Sellenbüren, den er mit den Attributen des Ritters, dem Schwert und dem Schild sowie in den Waffenrock, abbildete.  Zu seinen Füssen steht das vom Ritter gestiftete Kloster Engelberg. Das Motiv drückt aber auch die Verbundenheit des Pistolenclubs zum Kloster aus. Seit der Umbenennung der Pistolensektion in den Pistolenclub Engelberg war unter den Mitgliedern immer ein Mönch des Klosters zu finden. 1994 wurde an der Generalversammlung beschlossen nach 25 Jahren die Standarte, an der die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen war, durch eine neue zu ersetzen. Die Mitglieder waren sich einig, dass der Ritter Konrad auch weiterhin unser Banner zieren sollte. So unterscheidet sich die 1995 von Dr. Edwin Käslin und Lilo Staub gestiftete Standarte nur in den Massen von der alten.  

Die Engelberger Pistolenschützen bilden seit dem 18. Oktober 1936 erstmals durchgeführten Pistolenschiessen auf dem Rütli  eine der 5 Stammsektionen. Damals waren die 8 Pistoliers noch Mitglieder der Schützengesellschaft Engelberg. Zudem ist der Pistolenclub Engelberg Stammsektion am Morgartenschiessen sowie am Überfall-Pistolenschiessen in Ennetmoos. 

Parallel zum Sektionsleben entwickelte sich bei Mitgliedern des Pistolenclubs sowie zugewandten die Idee, aus dem Areal am Bärenbach beim Grotzenwäldli ein kleines Paradies für die Jugend zu verwirklichen. So entstand in den 25 Jahren unter der Obhut der Vereinigung Pro Grotzenwäldli an einmaliger Lage ein großartiger von Klein und Groß besuchter Spiel-und Erholungsplatz mit dem Horbisseeli.

Der heutige Pistolenclub Engelberg, welchem seit einigen Jahren auch Damen angehören, umfasst im Jahr 2001 total 61 Mitglieder. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Aktuar, dem Kassier, dem 1. Schützenmeister sowie dem Liegenschaftsverwalter (Fähnrich)

Der Pistolenclub organisiert folgende Schiessen: Feldschiessen und Bundesprogramm (Obligatorisch) auf 50m, die Jahresmeisterschaft umfassend nebst dem Feldschiessen und Bundesprogramm das St. Sebastiansschiessen, das EPK, das Rütlisschiessen sowie den Jahresmeisterschaftsstich: weiter das eidg. Einzelwettschiessen, das Chilbi.- sowie dass Nachtschiessen und den Kantonalstich. Vereinzelt werden die Kantonalschützenfeste im eigenen Kanton und in Nachbarkantonen sowie das eidgenössische Schützenfest besucht.

Engelberg, im Januar 2001

Werner Staub, Präsident      

 

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